1. Kapitel – Mehr Götterinfos

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 Thanatos

Thanatos ist der Gott des sanften Todes, der die Seelen im Schlaf, oder zumindest auf sanfte Weise abholt. Er ist der Zwillingsbruder von Hypnos, dem Schlaf. Gemeinsam mit ihm lebt er in einer Höhle am Rand des Hades, an einem Ort, an dem sich Tag und Nacht begegnen und an den kein Lichtschein dringt. Er wird mit schwarzen Flügeln und finsterem Blick dargestellt und soll ein eisernes Herz haben, mit dem er die Toten festhält und nicht wieder hergibt, wenn er sie einmal geholt hat.

Thanatos ist ebenfalls ein Sohn von Nyx.

 Seelenschatten

Nach ihrem Tod werden die Menschen in der griechischen Mythologie zu „Seelenschatten“. Diese gehen entweder in den Hades ein oder sie kommen ins Elysium oder werden in den Tartaros verbannt.

Für den Fall, dass sie den Obolus an den Fährmann Charon nicht entrichten können, müssen sie bis in alle Ewigkeit am Rande des Styx vor sich hin existieren.

 

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 antike Griechen

Wenn vom antiken Griechenland oder den antiken Griechen gesprochen wird, ist die Zeit zwischen 700 und 336 vor Christus gemeint. Diese Zeit teilt sich zudem noch in drei Abschnitte, in die Archaische Zeit von 700 bis 500 vor Christus, die klassische Zeit von 500 bis 336 vor Christus und die Hellenistische Zeit von 336 bis 30 vor Christus.

Aber Genaueres dazu findet ihr auf meiner Unterseite „Kleine Übersicht über die Geschichte von Kreta und Griechenland“

 Obolus

siehe Prolog – Infos über die Götter, Erklärungen zu Charon

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 die fünf Totenflüsse

Styx

siehe Prolog – Infos über die Götter

Kokytos

siehe Prolog – Infos über die Götter

Lethe

Ist der Fluss des Vergessens. Er entspringt in der Höhle, in der Hypnos und Thanatos schlafen. Wer aus der Lethe trinkt, vergisst alles, was in seinem vorherigen Leben passiert ist. Die Lethe gibt es auch als personifizierte Göttin, die den Toten einen Trank des Vergessens reicht, bevor sie in den Hades eingehen. Diese ist eine Tochter von Eris und damit die Enkelin von Nyx.

Auch im ersten Band hat die Lethe (als Göttin) einen Vergessenstrunk an Philine verabreicht. Dadurch hat Philine zwar nicht ihr ganzes Leben vergessen, aber immerhin alles, was während der Zeit ihrer Entführung geschehen ist.

Phlegeton

Der Phlegeton ist der vierte Unterweltfluss, der nicht aus Wasser, sondern aus Flammen besteht, in manchen Geschichten auch aus kochendem Blut. Wie ein Strudel stürzt sich der Phlegeton in den Tartaros herab und reist dabei die bösen Menschen in seinen Flammen mit sich. Die Lava, die bei Vulkanausbrüchen austritt, soll aus dem Phlegeton und damit direkt aus dem Tartaros stammen.

Archeron

Der Archeron ist eigentlich ein echter Fluss in Nordwestgriechenland. Aber in der griechischen Mythologie gibt es den gleichnamigen Unterweltfluss. In manchen Geschichten wird nicht Styx sondern der Archeron von Charon und dem Fährboot überquert, um in den Hades zu gelangen.

 

 Elysion

Das Elysion ist die „Insel der Seeligen“ die im äußersten Westen der Erde liegen soll. In den älteren Legenden durften die unsterblichen Helden dort ein ewiges, paradiesisches Leben verbringen. In den neueren Erzählungen gingen die Toten in das Elysion ein, die sich beim Totengericht als würdig und als gute Menschen erwiesen haben. Also eindeutig eine Entsprechung zu dem christlichen Paradies.

 

 Tartaros

Tartaros ist ein Teil der griechischen Unterwelt, der noch unter dem Hades liegt. In den Tartaros werden die bösen Menschen gestürzt, wenn das Totengericht befindet, dass sie bestraft werden müssen. Damit stellt der Tartaros eine Parallele zu der christlichen Hölle dar. Auch in der Bibel wird der Begriff Tartarus erwähnt. Dort ist es der Ort, an den die gefallenen Engel (die Dämonen) verbannt werden.

Der gleichnamige Gott „Tartaros“ ist einer der ersten Götter, die aus Chaos hervorgingen und ist damit der Bruder von Nyx.

 

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 Hypnos

ist der Gott des Schlafes, der mit leisen Flügeln über das Land eilt und den Menschen den Schlaf bringt. Er ist ein Sohn von Nyx und zugleich der Zwillingsbruder von Thanatos, mit dem er zusammen in einer Höhle am Rande des Hades lebt. In dieser Höhle entspringt der Fluss „Lethe“, der Fluss des Vergessens. Zumeist wird Hypnos als sanfter, hübscher Jüngling dargestellt, manchmal auch zusammen mit seinem Bruder als Schlafende. In wieder anderen Darstellungen sind er und Thanatos zwei Babys in den Armen ihrer Mutter Nyx.

Der Ort, an dem die beiden Götter wohnen, wird oft auch als „Trauminsel“ bezeichnet.

Die Kinder von Hypnos sind die Oneiren, die Traumgötter oder Traumdämonen. Namentlich bekannt sind Morpheus, Phobetor und Phantasos (siehe Traumdämonen im Abschnitt Kapitel 9 bis 13). Es soll jedoch noch weitere Oneiren geben.

Auch Eleni hat im Laufe des ersten Bandes herausgefunden, dass Hypnos ihr Vater ist.

 Zeus

Ist der oberste griechische Gott, der mehr Macht besitzt als alle anderen Götter gemeinsam. Damit steht er über allen Göttern, mit Ausnahme der Moiren. Nur dem Schicksal, das sie bestimmten, hatte sich auch Zeus zu beugen.

Nachdem sein Vater Kronos alle seine älteren Geschwister nach der Geburt verschlungen hat, versteckt seine Mutter Rhea den kleinen Zeus in einer Höhle auf Kreta. Als dieser erwachsen geworden ist, rettet er seine älteren Geschwister durch eine List und bringt Kronos dazu, seine Kinder wieder auszuwürgen.

Die Geretteten verbünden sich darauf gegen Kronos und besiegen ihn (siehe im Abschnitt Prolog- Infos über die Götter: „Hades“).

Zeus wird schließlich zum Herr über den Himmel und die anderen Götter und lebt auf dem Olymp. Dieser soll der höchste Berg sein, von dem aus die olympischen Götter auf die Menschen herab schauen.

Das Attribut des Zeus und seine „eigentliche Gestalt“ ist der Blitz. Daneben kann sich der Gott jedoch auch in viele verschiedene Gestalten verwandeln. Zum Beispiel in einen Adler oder einen Stier. Diese fremde Gestalt nutzte er oft, um sich menschlichen Frauen zu nähern und sie zu verführen.

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