Harpyienblut – Plauderecke

Dieser Bereich ist ganz speziell für Euch.

Ihr habt Harpyienblut gelesen und wollt gerne etwas dazu sagen? Ihr habt eine Frage zu der Geschichte, die Euch auf den Nägeln brennt und wollt sie gerne stellen?

Dann nichts wie los – die Kommentarfunktion steht euch offen und ich stehe Euch Rede und Antwort ;-)

Ich freu mich auf Euch!

Daniela

3 thoughts on “Harpyienblut – Plauderecke

  1. Vera Hügli sagt:

    Hallo Daniela
    Ich habe das Buch Harpyienblut gelesen, weil wir in der Schule eine Lesedokumentation schreiben sollten. Wir mussten selbst ein Buch auswählen. Ich fand das Buch sehr spannend, es hat mich gefesselt bis zur letzten Seite. Und ich finde auch den Schluss sehr gut. Es gibt viele Bücher bei denen Denkt man so, ja ok aber ein bisschen anders hätte es schon Enden können. Aber dein Schluss ist wirklich gut, ich war das ganze Buch lang gespannt wie du es auflöst. Es war das erste Buch das ich von dir gelesen habe, aber ich mag deinen schreibstill sehr. Hast du eigentlich schon viel über Harpyien und die griechische Mythologie gewusst? Es gibt ja unzählige Götter, Halbgötter und Kreaturen. Und wie bist du darauf gekommen die Harpyien in drei Kreaturen zu teilen und den Basilisken mit einer von ihnen zu vereinen?
    Ich finde es schön dass es in deinem Buch auch ums Leben und um das Leben nach dem Tod geht.
    Harpyienblut ist das beste Fantasybuch das ich bis jetzt gelesen habe.
    Liebe Grüsse
    Vera Hügli

    • Daniela sagt:

      Liebe Vera,

      Auf die Harpyien bin ich gestoßen, nachdem mich meine Tochter auf die erste Grundidee gebracht hatte: Sie ist auf dem Rückweg von der Schule mit ausgebreiteten Armen über eine Mauer balanciert und meinte: „Wenn ich jetzt fliegen könnte, würde ich über das Haus dort fliegen“. In dem Moment dachte ich, das ist es: Ein Buch über ein Mädchen, dass über Berliner Dächern fliegt. Zuerst hatte ich nur dieses Bild. Danach habe ich mich auf die Suche nach geflügelten Kreaturen gemacht und bin auf die Harpyien gestoßen, deren düstere Bestimmung mich sofort in ihren Bann gezogen hat. Erst mit dieser Idee habe ich dann entsprechend in der griechischen Mythologie herumgeforscht und bin auf ähnliche Wesen gestoßen, die zu meiner Geschichte passten, wie z.B. den Basilisken.
      Tja, und wie ich darauf gekommen bin, die Harpyien in drei Wesen zu teilen … Ich brauchte, diese drei Wesen, um einen schlüssigen Kreislauf zwischen Leben, Tod und Wiedergeburt zu erschaffen. Jedes von ihnen hat seine „Funktion“, ohne die der Kreislauf nicht funktionieren würde. Oft entstehen solche Ideen auch, indem ich zwei verschiedene Ideen zusammenfüge. In diesem Fall hatte ich Insekten als Vorbild, die sich von einem Stadium in ein anderes „verpuppen“ und dabei ihre Gestalt und ihr Wesen von Grund auf verändern. Das hat mich auf die Idee gebracht, dass auch meine Harpyien einen solchen Entwicklungskreislauf durchmachen könnten.
      Dass ich den Basilisk mit den Harpyien vereint habe, beruht auf der Annahme, dass sich Legenden im Laufe der Zeit verändern, wenn Menschen sie weitererzählen. Angenommen es gibt ein Wesen tatsächlich, dann ist es nur logisch, wenn Menschen sich zu unterschiedlichen Zeiten oder an unterschiedlichen Orten verschiedene Namen dafür überlegen. Im Laufe einer jahrtausendelangen Überlieferung muss man also davon ausgehen, dass die Legenden nur noch einen Teil der Wahrheit erzählen – oder dass es mehrere Legenden gibt, die man zusammenfügen muss, um die vollständige Geschichte zu erhalten. Diese Theorie vertritt ja auch Sergej in dem Buch.
      Und wenn die Harpyien sich in ihren verschiedenen Entwicklungsstadien so grundlegend verändern, ist es nur logisch, dass die Menschen den unterschiedlichen Stadien auch verschiedene Namen gegeben haben. Zumal es ja auch nur seeehr wenige Menschen geben dürfte, die überhaupt schon mal eine Harpyie gesehen haben und diese wenigen Menschen wohl nicht viel über die Harpyien wissen. Angenommen wir würden nicht wissen, dass sich Raupen in Schmetterlinge verwandeln, würden wir die beiden Stadien wohl auch für unterschiedliche Tierarten halten ;-)
      Die griechische Mythologie an sich ist auch so unglaublich komplex, dass es schwer ist, „klare Wahrheiten“ darin zu finden. Manches überschneidet sich, anderes widerspricht sich, ein und dieselbe Geschichte gibt es in verschiedenen Überlieferungen. Wenn man also Figuren aus der griechischen Mythologie in eine eigene Geschichte adaptieren möchte, muss man zwangsläufig die verschiedenen Versionen ordnen und interpretieren. Zum Glück erschafft das auch großen Spielraum für neue Ideen :D
      Bei den Harpyien hat das sehr großen Spaß gemacht, diese Ideen zu einer neuen Geschichte zusammenzupuzzlen. Und es freut mich sehr, dass dir das „Ergebnis“ so gut gefällt :D

      Liebe Grüße
      Daniela

      • Vera Hügli sagt:

        Danke für diese ausführliche Antwort. Nun kann ich in meiner Arbeit doch schon ein bisschen mehr über dich schreiben :)
        Liebe Grüsse
        Vera Hügli

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