Lektorat für Selfpublisher

Komplettlektorat

Du hast ein fertiges Manuskript, das demnächst gedruckt werden soll? Zum Beispiel, weil du es als Selfpublisher auf den Markt bringen möchtest?
Dann ist es wichtig, dass alles noch einmal gründlich überprüft wird: Und damit meine ich nicht nur die Rechtschreibung, sondern ganz besonders den Inhalt, den sprachlichen Fluss, die Spannung, die Figuren … eben alles, was ein gutes Buch ausmacht.
Selfpublishing ist denkbar einfach geworden, lange nicht mehr so verpönt wie früher und scheinbar risikolos.
ABER: Indies verkaufen sich nur dann gut, wenn sie viele gute Bewertungen haben. Indie-Werke mit weniger als vier Sternen im Schnitt verschwinden innerhalb kürzester Zeit so sehr in der Versenkung, dass sie bei Amazon quasi unsichtbar sind. Also seid ihr auf Rezensenten angewiesen, die euer Buch empfehlen. Und die kann man sich nicht kaufen, die muss man erstmal mit guter Qualität überzeugen. Denn Rezensenten sind zumeist ziemlich gnadenlos, was alle kleinen und großen Fehler in Büchern betrifft – und wer erst einmal einen schlechten Ruf hat, wird ihn nur schwer wieder los. Deshalb kann ich nur dringend raten, in gute Qualität zu investieren, ehe ihr diesen Schritt geht.

Um eure Manuskripte in einen druckreifen Zustand zu bringen, gehe ich in der Regel in den unten beschriebenen Schritten vor. Um das bestmögliche Ergebnis zu erreichen, sollten alle Schritte durchgeführt werden. Einzelne Module (z.B. das inhaltliche Lektorat) können aber dann weggelassen werden, wenn sie bereits von jemand anderem erstellt wurden.
Aber auch hier gilt wieder, dass ihr mich Schritt für Schritt beauftragen könnt. Wer es sich also zwischenzeitlich anders überlegt, lieber doch noch länger an seinem Manuskript arbeiten möchte oder mit einem anderen Lektor weitermachen möchte, kann das Komplettlektorat also nach den einzelnen Modulen abbrechen, bzw. keinen weiteren Auftrag für das nächste Modul erteilen.

Bevor ihr mir einen Auftrag gebt:

In einem allerersten Schritt brauche ich immer eine Textprobe (die ersten 100 Seiten von eurem Manuskript), ein Exposé (maximal 10 Seiten) und ein Motivationsschreiben/Biografie (1-2 Seiten) von euch.
Hauptsächlich möchte ich euch und euer Projekt auf diese Weise ein bisschen kennenlernen. Dabei schaue ich, ob ich die richtige Lektorin für euer Werk sein könnte, denn dafür ist es wichtig, dass ich mit eurem Text auf einer Wellenlänge liege. Wenn die Chemie zwischen eurem Text und mir stimmt, nehme ich eine erste Einschätzung von dem Arbeitsaufwand vor und mache ein kostenloses Minilektorat von 1-2 Seiten, damit ihr auch einen Eindruck von meiner Arbeit bekommt.
Nach dieser Einschätzung mache ich euch ein konkretes Angebot, was ich für ein Lektorat der Leseprobe berechnen würde (denn mit diesem beginne ich immer, bevor wir einen Vertrag für das ganze Manuskript abschließen).

Zum Kennenlernen können wir auch gerne einmal telefonieren. Ein Kennenlerngespräch von max. 45 Minuten ist kostenlos.

1. Modul: Probelektorat

Drum prüfe, wer sich ewig bindet …
Nein, nein. Ganz so schlimm ist es nicht, wir heiraten ja nicht. Aber das komplette Lektorat für ein Manuskript ist schon eine größere und vor allem auch eine recht teure Sache. Da sollte man also schon sehr genau schauen, ob Lektorin, Text und AutorIn zusammenpassen.
Darum vereinbare ich vor einem Komplettlektorat immer zuerst ein Probelektorat der Leseprobe mit euch. Dabei lektoriere ich die ersten ca. 30 Seiten in einem einfachen Durchgang. Ihr habt auf diese Weise die Gelegenheit, euch meine Arbeit konkret anzusehen und ich prüfe im gleichen Zug, ob ich mit meiner ersten Honorareinschätzung hinkomme. Ggf. korrigiere ich danach mein Honorar noch einmal und nenne euch für das weitere Lektorat einen neuen Preis (Die Leseprobe kostet aber in jedem Fall das, was wir zuvor ausgemacht haben).
Ihr schaut dann, ob euch meine Arbeit zusagt und danach entscheiden wir, ob wir gemeinsam weiterarbeiten wollen.

2. Modul: inhaltliches Lektorat

1. Durchgang:
Im nächsten Schritt lese ich euer ganzes Manuskript und überprüfe den Inhalt. Dies soll vor allem dazu dienen, die Arbeit im anschließenden Detaillektorat möglichst klein zu halten und die großen Bögen bereits von Anfang an im Blick zu haben. Dabei überprüfe ich euer Manuskript auf folgende Punkte, mache dazu Kommentare im Text und/oder schreibe in einem gesonderten Dokument, worauf ihr bei der ersten Überarbeitung eures Manuskriptes achten solltet.

  • Handlungsverlauf, roter Faden
  • Dramaturgie, Spannungsaufbau
  • Logik vs. Logiklücken
  • offene Fragen
  • Figurenpsychologie, Charakterentwicklung
  • Kulisse
  • Atmosphäre
  • Dialogführung
  • Sprachfluss
  • Stil
  • Auflistung von häufig benutzten Wörtern/Ausdrücken
  • häufig falsch verwendete Zeichensetzung

Ziel des inhaltlichen Lektorates ist es, das Manuskript in einen Zustand zu bringen, in dem keine Szenen mehr umgeschrieben werden müssen. Das heißt, für euch folgt im Anschluss an den 1. Durchgang des inhaltlichen Lektorats eine erste Überarbeitung, in der ihr alle kritisierten Punkte bearbeitet und ggf. Szenen und Teile des Buches so umschreibt, dass sie funktionieren.
Diese Bearbeitung sollte immer mit der „Änderung-Verfolgen-Funktion“ durchgeführt werden, damit ich im nächsten Zug sofort sehen kann, wo ihr den Ursprungstext noch einmal bearbeitet habt. Das erspart sehr viel unnötige Arbeit.

2. Durchgang:
Im zweiten Durchgang des inhaltlichen Lektorates schaue ich mir die Szenen einzeln an, die ihr umgeschrieben habt. Wie gesagt, ist es dafür erforderlich, dass ihr bei eurer Bearbeitung stets die „Änderungen-Verfolgen-Funktion“ eingeschaltet habt. Danach schlage ich euch entweder vor, weitere Dinge zu überarbeiten – oder ich gebe grünes Licht für das nächste Modul.
Bei dieser Durchsicht werde ich auch einstufen, wie hoch mein Seitenhonorar für das Detaillektorat sein wird. Also gebt euch Mühe, wenn ihr den Preis klein halten wollt, lest selbst noch einmal alles gründlich durch und gebt euren Text nicht „frisch aus der rauchenden Tastatur“ ab.

3. Modul: Detaillektorat

1. Durchgang:
Im Detaillektorat geht es nun an die Feinarbeit und ich „schiebe alles zurecht“, was ihr in euren Überarbeitungen übersehen habt. Das heißt, ich schaue mir jede einzelne Formulierung an, überprüfe sämtliche Bilder und den Textfluss. Dazu mache ich entweder Kommentare, wenn ihr noch einzelne Formulierungen ändern solltet, oder ich mache euch selbst Formulierungsvorschläge, die ihr dann annehmen oder durch eigene Alternativen ersetzen könnt. Auch die Rechtschreibung verbessere ich, wo immer sie mir ins Auge sticht (und meine Augen sind da ziemlich empfindlich ;-))
Anschließend nehmt ihr alle Änderungen an, mit denen ihr einverstanden seid. Eure eigenen Änderungen fügt ihr mit der Änderungen-Verfolgen-Funktion ein.

2. Durchgang:
Im zweiten Durchgang sehe ich nur eure markierten Änderungen an. Alles, was ich jetzt gut finde, nehme ich an. Die Stellen, an denen es noch hapert, markiere ich wieder und ändere sie ggf. meinerseits. Wenn das noch viele Stellen sind, schicke ich sie euch noch einmal, bzw. mehrfach, bis wir uns einig sind. Sobald es übersichtlich wird, mache ich mich an den 3. Durchgang.

3. Durchgang:
Im dritten Durchgang lese ich noch einmal alles. Jetzt sollte es möglichst glatt sein. Dennoch werden mir hier und da noch Fehler auffallen, die ich ändere. Hierbei achte ich auch noch einmal verstärkt auf Rechtschreibung. Was das betrifft, ist mein Auge ziemlich geschult. Aber wer hundertprozentig sicher gehen möchte, sollte sich überlegen, ob er ganz zum Schluss noch einen Korrektor beauftragen möchte, der ausschließlich auf Rechtschreibung achtet (Es ist nicht verkehrt, dies von einer anderen Person durchführen zu lassen, da der Lektor in diesem Stadium oft bereits „betriebsblind“ ist).

Sollten mehr als 3 Durchgänge im Detaillektorat notwendig werden (z.B. weil ihr in den späteren Durchgängen noch größere Änderungen vornehmt), werde ich mir vorbehalten, das Seitenhonorar noch einmal zu erhöhen. Wer ganz sicher gehen möchte, darf mir auch jederzeit einen 4. Durchgang gegen Aufpreis in Auftrag geben.

4. Modul: Korrektorat

Wie gesagt, für den Fall, dass ich ein Komplettlektorat bei eurem Manuskript durchführe, wird die Rechtschreibung bereits zu einem großen Teil richtig sein, so dass ihr an diesem Durchgang theoretisch sparen könnt. Falls ihr dennoch ein gesondertes Korrektorat wünscht, schlage ich euch vor, dafür jemand anderes zu beauftragen.

Kommen wir jetzt aber zu dem Fall, dass ihr ausschließlich ein Korrektorat von mir haben möchtet:

Theoretisch lässt es sich machen, dass ich ein gesondertes Korrektorat bei eurem Manuskript durchführe, bei dem ich ausschließlich auf Rechtschreibung und Grammatik achte. Allerdings muss ich dazu sagen, dass ich solche Aufträge nur annehme, sofern das Manuskript zuvor bereits von jemand anderem inhaltlich und sprachlich lektoriert wurde. Ein Manuskript, in dem mir noch sprachliche und/oder inhaltliche Mängel auffallen, nehme ich nur ungerne für ein Korrektorat an, da ich es nicht mit meinem persönlichen Anspruch an gute Qualität vereinbaren kann ;-)

Solltet ihr Interesse an einem einfachen Korrektorat haben, schickt mir bitte eine Anfrage mit Manuskriptprobe und einem Schreiben, in dem ihr erläutert, inwiefern euer Manuskript bereits bearbeitet wurde und warum ihr ausschließlich ein Korrektorat durchführen lassen wollt.

Mir ist bewusst, dass ein Lektorat für einen Selfpublisher eine teuere Angelegenheit ist, die sich nicht jeder leisten kann. Daher werde ich auch immer darauf achten, ob sich im Einzelfall vielleicht einer oder mehrere der geplanten Durchgänge einsparen lassen und werde euch in diesem Fall eine günstigere Variante anbieten.