Meine Buchmesse in Frankfurt 2013

Wie in meinem letzten Post schon angekündigt, war ich in diesem Jahr mal wieder in Frankfurt auf der Buchmesse. Auch wenn es jetzt schon wieder droht, ein wenig länger zu werden *hüstel* – den Bericht will ich euch doch nicht vorenthalten :-)

Donnerstag …

… Früh bin ich von Berlin aus mit der Bahn losgedonnert, im Gepäck eine Tasche voller Steine (keine Ahnung, wer die darein gepackt hat) und einen Haufen von Plänen. Nur das Buch für meine Fahrt hatte ich vergessen, was mir zum Glück auf dem Weg zum Bahnhof noch eingefallen ist. Aber dazu später …

Jedenfalls kam ich am Mittag in Frankfurt an und habe dann erstmal meine Steine in meine Unterkunft gebracht. Diese Unterkunft war im übrigen sehr nett, ein privates Zimmer bei einer jungen Frau, nur wenige Minuten vom Hauptbahnhof entfernt und fast direkt am Main. Das Wohnen dort hatte ein bisschen 2er-WG-Feeling, was mir aber ziemlich gut gefiel, da ich so gar nicht der Typ bin, der gerne allein auf einem Hotelzimmer hockt.

Dummerweise habe ich jetzt vergessen, mal den Blick aus meinem Fenster zu fotografieren, denn der war wirklich was Besonderes: Etwas weiter gegenüber ein rundes Bürohaus, komplett aus Glas, wie ein moderner Rapunzelturm – und direkt dahinter das Wasser des Mains. Erinnert mich im nächsten Jahr daran, dass ich meine Kamera wirklich häufiger einsetzen sollte.

Ohne meine Ziegelsteine bin ich dann los auf die Buchmesse und habe erstmal einen gemütlichen Erkundungsgang durch die Hallen gemacht, bevor mein eigentliches Programm anfing.

Erster Programmpunkt: Treffen mit anderen Fantasyautorinnen :-)

Wohin auch immer ich im Internet schaue – seit meinem Debüt vor mehr als eineinhalb Jahren laufen mir ihre Gesichter, Namen und Bücher über den Weg: Meine netten jungen Fantasykolleginnen, die entweder mit mir, schon etwas vor mir, oder kurz nach mir ihre ersten Bücher veröffentlicht haben. Hinzu kamen noch ein paar andere, die ich über Facebook oder Verlage kennengelernt habe. Aber wer will schon immer nur Gesichter und Namen sehen – Kennenlernen müsste man sich mal! Und so habe ich in der letzten Woche vor der Buchmesse ein paar wilde Mails geschrieben und ziemlich spontan ein kleines Treffen auf der Buchmesse ins Leben gerufen!

Und Juhuhhh! Es hat geklappt, wir haben uns getroffen und in einer netten Runde zusammengesetzt: Mechthild Gläser, Anika Beer, Rebekka Pax, Leonie Jokusch, Heike Schulz, Jennifer Hauff und ich (und zwischen uns ein paar muntere Gehirngespinste, was ein Haufen Fantasyautoren wohl zusammen anstellen könnte). Ach ja, und das waren nur die, die so spontan noch an meinem vorgeschlagenen Termin Zeit hatten.

Natürlich bin ich vor lauter Gehirngespinsten erst wieder hinterher darauf gekommen, dass ein Foto eine tolle Erinnerung gewesen wäre :-) Tse!

Aber am Abend habe ich es dann endlich geschafft, die Kamera zu benutzen

Zusammen mit Jennifer Hauff bin ich ins Abendprogramm gestartet. Ursprünglich hatten wir noch andere Autoren- und Agenturkolleginnen im Schlepptau, aber nachdem sich dann herausgestellt hat, dass Autofahren direkt nach Messeschluss eine echt ungünstige Idee ist (zumindest, wenn man in den nächsten Stunden irgendwo ankommen will), waren Jennifer und ich die einzigen, die es noch bis ins Restaurant zum Abendessen geschafft haben. Und von dort aus ging es dann weiter:

zur Party bei Droemer Knaur

Knaur wird in diesem Jahr 50, und so gab es ein rauschendes Fest in der Union Halle (bei dem die AutorInnen natürlich nicht fehlen durften).

Party Knaur 3

Die Liveakts waren wirklich zu empfehlen und konnten so gut singen, dass man aufpassen musste, sie nicht für die Originale zu halten.

Party Knaur 2

Party Knaur 4

Bei Droemer Knaur werden also nicht nur gute Bücher geschrieben – mit den Mitarbeitern und Verlagsfreunden kann man auch herrlich tanzen.

Daniela und Jennifer Party

Jennifer Hauff und ich.

Daniela, Martina, Alexandra Party

Und natürlich hab ich auch meine netten Knaur-Lektorinnen getroffen (Ja, ich hab das Foto aus dem Handgelenk gemacht, deshalb auch der leicht angestreng, konzentrierte Blick) :-)

Wohlweislich habe ich mich mit dem Alkohol, der großzügig umsonst verteilt wurde, lieber zurückgehalten, denn am

Freitag

ging es gleich früh am Morgen geschäftlich dort weiter, wo wir am Abend privat aufgehört hatten: Ich hatte ein tolles Gespräch mit meiner Knaur-Lektorin (oben auf dem Bild in der Mitte), und ja – noch ist es nicht in trockenen Tüchern – aber wie es aussieht, wird Daniela Winterfeld bald wieder an einem neuen Werk arbeiten, das ihr schon mächtig in den Fingern juckt. Aber mehr als das, darf ich leider noch nicht verraten :-)

Bei einem netten Mittagessen mit drei sympathischen Bloggerinnen habe ich dann auch prompt eine der Fragen gehört, die mir schon häufiger gestellt wurde: „Schreibst du mal wieder sowas wie Der geheime Name?“ Tja, Hhm. Wie gesagt, noch besteht Schweigepflicht über meine Zukunfstmusik. Und im Allgemeinen versuche ich auch, es zu vermeiden, Bücher zu schreiben, die „so sind wie“ meine vorherigen. Aber falls ihr …

  • eine ergreifende und romantische Liebesgeschichte für Erwachsene meint …
  • mit Charakteren, die zwar noch jung sind, in ihrem Leben aber schon so manches mitgemacht haben …
  • und das mit einer düsteren und gruseligen Atmosphäre…
  • vor einem dramatischen Hintergrund …
  • in dem das ein oder andere lauert …

dann ja :-)

Ach ja, die sympathischen Bloggerinnen waren übrigens: Fabella von Buchzeiten, Beate von Buchplaudereien und Norma von words-made-books. Und dann wurde es trotz entspannter Atmosphäre nochmal ein bisschen anstrengend, denn ich musste mich doch tatsächlich in diversen Poesiealben verewigen (Wenn ihr wüsstet, wie schwer es mir schon als Kind gefallen ist, mir die passenden Sprüche für Poesiealben auszudenken. Meistens lagen die Dinger wochenlang bei mir zu Hause, während ich mich darum herum gedrückt habe :-)) Aber ich hab es geschafft!

Und anschließend gab es dann nochmal eine kleine Fotosesson, von der irgendwie bis jetzt nur dieses Bild bei mir angekommen ist:

Sandra Budde, DanielaFabella und ich

Beate und DanielaBeate und ich

Norma und DanielaNorma und ich

Am Nachmittag ging es dann weiter zu meinem Termin mit meiner Planet Girl- Lektorin, bei dem wir uns darüber unterhalten haben, was als nächstes mit Insel der Nyx passieren wird – denn der 2. Teil ist jetzt so gut wie fertig :-) Es fehlt nur noch die Kontrolle der Druckfahne und dann kann es bald losgehen! Was für uns heißt, dass wir schonmal planen müssen, welche Aktionen Rund ums Buch noch so stattfinden sollen (zum Beispiel Lesungen in Schulen oder eine Blogtour).

Ein ganzes halbes Jahr

Am Abend war ich dann ziemlich platt und so kam es, dass ich mich in meinem Zimmer einfach nur mit Buch aufs Sofa gekuschelt habe. Mit welchem Buch, das könnt ihr hier sehen. Ja, ich weiß, es ist ein Buch, was grad (gefühlt) ALLE lesen. Übrigens mein großes Glück, denn wie gesagt, fiel mir bei meinem Organisationstalent erst auf dem Weg zum Bahnhof ein, dass ich mein aktuelles Buch zu Hause vergessen hatte. Keine schöne Aussicht, wenn man insgesamt drei stundenlange Bahnfahrten vor sich hat. Und so war ich froh darüber, dass ich noch einen aktuellen Bestseller auf meiner Wunschliste hatte – denn etwas anderes bekommt man im Bahnhofsbuchhandel ja quasi nicht :-)

Aber es hat sich gelohnt! Ein ganzes halbes Jahr hat wirklich gehalten, was es verspricht und als mich um 24 Uhr dann noch ein Anruf erreichte, ob ich noch mit auf eine Party kommen wollte, habe ich mich glatt für das Buch im kuscheligen Bett entschieden.

Samstag

mein letzter Tag auf der Buchmesse. Meine Güte, war das voll! Wo man vorher noch mit Tempo durch die Gänge huschen konnte, um rechtzeitig zum nächtsten Termin zu kommen, gab es jetzt nur noch Stau im Schneckentempo. Unglaublich. Selbst die hübschen Hinweisschilder „Links gehen, Rechts stehen“ auf den Laufbändern schienen plötzlich unleserlich geworden zu sein ;-) Und so habe ich mich zum Lovelybookstreffen auch gleich ein wenig verspätet (und das Gruppenfoto wohl knapp verpasst). Aber wenigstens meine Blogtourkolleginnen Katja und Manja habe ich sofort erkannt (Sie mich allerdings nicht. Ups! Lag das an meiner Frisur? Oder bin ich seit meinem Autorenfoto soooo alt geworden?).

Na ja, *Räusper*. Deswegen frage ich mich jetzt ein bisschen, ob mich vielleicht sonst noch jemand gesucht und nicht gefunden hat. Schließlich wollte ich auch nicht die Marktschreierin mimen und „Autogramme von Daniela Ohms! Wahlweise auch von Daniela Winterfeld!“ in die Runde rufen.

Ich habe mich also noch eine Weile umgesehen und nach bekannten Katzen und Fantasy-Avataren gesucht …

Aber irgendwie … waren die alle nicht da ;-)

Katja, Daniela, ManjaKatja, Manja und ich

Da es doch recht fröstelig und feucht draußen war, sind Katja, ihre Blogkollegin Sandra und ich schließlich husch husch ins Warme gelaufen und haben einen leckeren Kaffee zusammen getrunken und ein bisschen geplant, was man an Blogtouren, Leserunden und Lesungen noch so auf die Beine stellen könnte. Und während wir da so saßen, kam Fabella mit Rainer Wekwerth an uns vorbeigelaufen und ich durfte meinem Fantasykollegen erstmalig die Hand schütteln. (Aber unter uns, es gibt wohl kaum eine Fantasy-Jung-Schriftstellerin, die von Rainer Wekwerth noch nichts gehört hätte, denn er fördert so etliche junge Fantasyschriftsteller. Auch ich hatte seinen Namen schonmal auf meinem Schirm – kurz bevor ich die Zusage von meiner Agentur bekam und dann einen anderen verschlungenen Pfad gegangen bin.)

Katja, Daniela, Rainer WekwerthKatja, Rainer Wekwerth und ich

Nach unserem Treffen hatte ich mir dann auch nur noch einen Programmpunkt vorgenommen: Helge Vogt, der Illustrator von meinen „Insel der Nyx“-Covern hatte zusammen mit dem Autor Hubertus Rufledt ein Interview samt Signierstunde zu seinem aktuellen Comic Alisik. Das wollte ich mir auf keinen Fall entgehen lassen.

Helge Vogt und Hubertus Hufled InterviewHelge Vogt (Mitte) und Hubertus Rufledt (Rechts) im Interview

Jetzt ist es vor allem so, dass Helge und ich beide in Berlin wohnen und hier in Kreuzberg womöglich sogar schon aneinander vorbeigelaufen sind. Aber begegnet sind wir uns noch nie. Seit einiger Zeit „kennen“ wir uns immerhin über Facebook und haben uns schon fest vorgenommen, uns mal in Berlin zu treffen – bislang kam aber immer was dazwischen.

Tja, also mussten wir natürlich erstmal beide nach Frankfurt fahren, um den anderen zu treffen :-)

Und so wurde ich an diesem Tag selbst noch zur Autogrammjägerin, stellte mich ganz hinten in die Signierschlange und erntete am Ende nicht nur dieses hübsche Autogramm  …

Signatur Alisik

… und diese Originalzeichnung von Alisik …

Zeichnung Alisik

… sondern auch noch einen überraschten Blick von Helge, als ich ihm gesagt habe, wer ich bin :-)

Und zuguterletzt konnte ich nicht widerstehen und musste diese beiden Werke einfach mal nebeneinander ablichten:

Alisik und Insel der Nyx

So, ich weiß, das ist mal wieder lang geworden :-) und vielleicht auch nicht das Spannendste, was ich je geschrieben habe – aber hey – wer will, kann ja nur die Bilder anschauen ;-)

Aber falls es doch noch jemanden gibt, der bis hierhin gelesen hat – Du bist ein Schatz :-)

Herzliche Grüße

Daniela

2 thoughts on “Meine Buchmesse in Frankfurt 2013

  1. Beate sagt:

    Jaaaa, ich bin ein Schatz und du aber auch!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.