Warten …

Das halbe Leben einer Schriftstellerin besteht daraus zu warten. Immer dann, wenn man eine Bewerbung abgeschickt hat, heißt es erst mal „Geduld haben“, warten, bis sich jemand meldet, bis überhaupt mal jemand Zeit hat, sich mein Projekt anzusehen.

Früher, als ich noch keine Agentur und keinen Verlag hatte, war das eine Qual, eine schreckliche Mischung aus Hoffnung und anschließender Enttäuschung, weil auf die meisten Bewerbungen ja doch eine Absage folgte. Hin und wieder gab es dann einen Sprung nach vorn, ein Agent, der das ganze Manuskript haben wollte zum Beispiel – nur, um es mir am Ende kommentarlos wieder zurückzuschicken.
Irgendwann hat es dann ja doch noch geklappt und ich konnte mir eine nette Agentin angeln. Zum Glück.

Aber danach ging das Warten zu meinem Schrecken von vorne los. Denn auch meine Agentin hat erst mal nur Bewerbungen an die Verlage verschickt. Dieses Mal natürlich etwas geschickter, da eine Agentin ja genau weiß, welcher Verlag sich gerade für welche Projekte interessiert.
Aber warten musste ich trotzdem. Ständig. Monatelang. Beinahe jahrelang, ehe ich meinen ersten Vertrag abgeschlossen habe.

Dennoch dachte ich damals noch ganz optimistisch, dass ich irgendwann nicht mehr warten muss. Nein, ich hatte sogar die Hoffnung, dass irgendwann die Verlage AUF MICH WARTEN, darauf, dass ich ENDLICH etwas NEUES geschrieben habe. Weiterlesen

Meine Buchmesse in Frankfurt 2013

Wie in meinem letzten Post schon angekündigt, war ich in diesem Jahr mal wieder in Frankfurt auf der Buchmesse. Auch wenn es jetzt schon wieder droht, ein wenig länger zu werden *hüstel* – den Bericht will ich euch doch nicht vorenthalten :-)

Donnerstag …

… Früh bin ich von Berlin aus mit der Bahn losgedonnert, im Gepäck eine Tasche voller Steine (keine Ahnung, wer die darein gepackt hat) und einen Haufen von Plänen. Nur das Buch für meine Fahrt hatte ich vergessen, was mir zum Glück auf dem Weg zum Bahnhof noch eingefallen ist. Aber dazu später …

Jedenfalls kam ich am Mittag in Frankfurt an und habe dann erstmal meine Steine in meine Unterkunft gebracht. Diese Unterkunft war im übrigen sehr nett, ein privates Zimmer bei einer jungen Frau, nur wenige Minuten vom Hauptbahnhof entfernt und fast direkt am Main. Das Wohnen dort hatte ein bisschen 2er-WG-Feeling, was mir aber ziemlich gut gefiel, da ich so gar nicht der Typ bin, der gerne allein auf einem Hotelzimmer hockt.

Dummerweise habe ich jetzt vergessen, mal den Blick aus meinem Fenster zu fotografieren, denn der war wirklich was Besonderes: Etwas weiter gegenüber ein rundes Bürohaus, komplett aus Glas, wie ein moderner Rapunzelturm – und direkt dahinter das Wasser des Mains. Erinnert mich im nächsten Jahr daran, dass ich meine Kamera wirklich häufiger einsetzen sollte.

Ohne meine Ziegelsteine bin ich dann los auf die Buchmesse und habe erstmal einen gemütlichen Erkundungsgang durch die Hallen gemacht, bevor mein eigentliches Programm anfing.

Erster Programmpunkt: Treffen mit anderen Fantasyautorinnen :-)

Wohin auch immer ich im Internet schaue – seit meinem Debüt vor mehr als eineinhalb Jahren laufen mir ihre Gesichter, Namen und Bücher über den Weg: Meine netten jungen Fantasykolleginnen, die entweder mit mir, schon etwas vor mir, oder kurz nach mir ihre ersten Bücher veröffentlicht haben. Weiterlesen

Zwischen zwei Büchern

Im Moment ist gerade die Zeit, in der ich mich zwischen zwei Büchern befinde. Das ist immer eine recht wilde Zeit, weil dann viele verschiedene Dinge gleichzeitig anliegen. Die Lektorate meiner Bücher kommen aus den Verlagen zurück, die nächsten Geschichten wollen entwickelt und Exposés dazu geschrieben werden und last but not least gibt es immer auch ein paar Dinge, die ich vor mir herschieben musste, während ich an meinem letzten Buch geschrieben habe. Sowas Lästiges wie meine Steuererklärung zum Beispiel.

In den letzten Monaten habe ich also abwechselnd an den Lektoraten zu „Der geheime Name“ und „Insel der Nyx“ gearbeitet und parallel dazu neue Geschichten erfunden. Ach ja – und die Erstellung von diesem Blog hat auch ein klein wenig Arbeit gemacht ;-)

Ich bin immer ein bisschen zwiegespalten, was die Zeit zwischen zwei Büchern betrifft. Eigentlich mag ich es am liebsten, mich ganz und gar auf die Geschichte zu konzentrieren, an der ich gerade schreibe. Aber andererseits ist es natürlich auch schön zu sehen, dass ein Buch fertig wird, die ersten Reaktionen von Lektoren und Testlesern zu erhalten – und das Entwickeln von neuen Geschichten ist auch eine sehr spannende Sache.

Trotzdem freue ich mich jetzt schon darauf, mich bald wieder auf das nächste Buch zu konzentrieren. Das wird dann voraussichtlich ab Anfang 2013 der zweite Teil von der „Insel der Nyx“ sein.